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Funktionsweise und Eigenschaften

Der übliche Prozess-Ablauf eines P2L Montageleitsystems sieht wie folgt aus:

  1. Auswahl eines Montageablaufs aus der Rezeptverwaltung
  2. manuelle Entnahme durch den Werker
    1. korrekte Entnahme: SPS sendet den nächsten Pickbefehl gemäß Montagerezept (weiter bei 2.)
    2. SPS sendet Pickbefehl an den Sensor des ersten/nächsten Entnahmefachs
    3. falsche Entnahme: Konsequenz z.B. Signalton, Quittieren, Ausschleusen der Baugruppe
  3. Ende des Montageablaufs (weiter bei 1.)

Griff in das richtige Fach

Griff in das richtige Fach

Griff in das falsche Fach

Griff in das falsche Fach


Eigenschaften

Automatische Teach-Funktion

Die Sensorreichweite muss an die entsprechende Behältergeometrie und an den Füllstand des Materials im Behälter angepasst werden. Dieser Vorgang der automatischen Reichweitenanpassung wird Teachen genannt.

Das Teachen erlaubt es, dass der Sensor nur eine entnehmende Hand erkennt und nicht bereits das aufgeschüttete Material. Der Sensor verfügt über eine automatische Teachfunktion, welche dauerhaft die Füllhöhen der Behälter überwacht.

Teaching-Prozess

Direkt nach der Einschaltsequenz beginnt der Sensor mit der Aufnahme der Füllhöhen (automatische Teachfunktion). Während des Teachens wird ein Referenzwert gebildet, der die Grundlage zum Erkennen von Picks (=Ausreißer) bildet. Dies ist notwendig, da der Sensor sonst z.B. fehlerhaft falsche Eingriffe verzeichnen würde, sobald das Material aufgefüllt wird:


Das anfängliche Teachen findet direkt nach dem Anschluss der Sensoren an die Spannungsversorgung statt. Zusätzlich findet automatisch permanentes Teachen statt, sodass die Sensorreichweite kontinuierlich angepasst wird. Ein Nachfüllvorgang an einem Materialbehälter wird zwar kurzzeitig als Fehleingriff interpretiert werden, doch nach ca. 10 Sek. passt sich der Sensor automatisch an die geänderten Bedingungen an.

Vorteile der CAN-Bus-Variante

Bei dem P2L C002 Sensor können die LEDs über den CAN Bus variabel gemäß der individuellen Prozessanforderungen angesteuert werden. Bei großen Montagesystemen mit vielen Sensoren empfiehlt sich eine Verwendung der P2L mit CAN Bus, da die elektrische Verkabelung deutlich weniger aufwendig ist: alle P2L C002 werden in Reihe verbunden und es ist nur eine Zuleitung zur SPS erforderlich.

ESD-sichere Versionen

Sowohl die CAN Bus- als auch die digital-Version unserer P2L-Sensoren sind auch als ESD-Varianten verfügbar.

Allgemeine Vorteile des Pick-to-Light Systems

Fertigungszeiten

Mit einem Pick-to-light System lassen sich die Fertigungszeiten erheblich minimieren. Die Reihenfolge der Pick-Vorgänge kommt aus dem Materialflussrechner, der die Montagerezepte verwaltet oder die Kommissionieraufträge aus dem ERP-System übersetzt. Gerade bei sehr variantenreichen Produkten können sich Werker so voll auf den Ablauf konzentrieren, ohne zuvor Auftragszettel, Stücklisten oder Montagezeichnungen studieren zu müssen. Beide Hände bleiben frei und ggf. erforderliche Montagehinweise werden auf einem Monitor angezeigt.

Prozesssicherheit

Weiterhin ermöglichen Pick-to-Light-Systeme große Prozesssicherheit. Nach dem Poka Yoke-Prinzip werden so viele Fehlerquellen eines manuellen Vorganges wie möglich ausgeschlossen. Baugruppen mit vielen Varianten bei kleinen Losgrößen sind besonders fehleranfällig, und besonders bei sicherheitsrelevanten Bauteilen ist die Prozesssicherheit von großer Bedeutung und kann mit einem Pick-to-Light-System permanent überwacht und dokumentiert werden.

Ein Pick-to-Light-System kann somit entscheidend dazu beitragen, dass manuelle Montagen hinsichtlich Kosten und Qualität optimiert werden und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.


Beispielaufbau – Video

 

In diesem Video wird die Funktionsweise des Pick-to-light Sensors an einem kleinen Messeaufbau vorgeführt. Gezeigt wird ein einfacher Ablauf sowie das Greifen in einen falschen Behälter und das Teachen.